Epstein-Barr-Virus (EBV)

Beim Epstein-Barr-Virus (EBV) handelt es sich um den Erreger des „Pfeiffer´schen Drüsenfiebers (= Mononukleose), einer akut fieberhaften Erkrankung mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie starken Lymphknotenschwellungen, die unter ungünstigen Umständen chronisch werden kann. Übertragen wird das Virus per Tröpfcheninfektion und somit auch über den Speichel, weshalb diese Krankheit im Volksmund gerne als "Kusskrankheit" (da sie gehäuft auch im Teenager Alter vorkommt) bezeichnet wird. Der Erreger gehört zu der großen Familie der Herpes Viren und wird auch als Gamma Herpes Virus bezeichnet. Es gehört mit zu den wichtigsten Herpesviren.

 

Neben der akuten Verlaufsform , kann man grundsätzlich an einer chronischen Epstein-Barr Virusinfektion auch schwer erkranken, ohne jemals bewusst die akute Phase durchlebt zu haben. Es ist auch möglich, dass eine akute Mononukleose (PDF) nicht richtig vom Körper überwunden wird und somit eine chronische Infektion zurückbleibt, die für vielerlei unspezifische Beschwerden sorgen kann.

 

Der EBV ist neben noch unerkannten Viren einer der wesentlichen Erreger, der das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS, neuer Name SEID), u.a. auch Burn- Out- Syndrom verursacht

 

Einer meiner Praxis Schwerpunkte in der Diagnostik und dem ganzheitlichen Therapie liegt daher ganz vorne auf eben diesem sehr kompakten, aber leider oft durch die Schulmedizin ignorierten Krankheitsbild der chronischen EBV Erkrankung!

 

Als Hauptursachen für die starke Zunahme der häufigen chronischen EBV Erkrankungen sehen wir die erhöhte Agressivität der Viren an, u.a. die Zunahme der negativen Umwelteinflüsse, wie Belastung durch Schwermetalle, Umweltgifte, Stress, ungesunde Ernährung, Reizüberflutung mit E-Smog und Mobilfunksystemen. Die dadurch entstehenden Stoffwechselstörungen und ein zunehmend geschwächtes Immunsystem, geben dem sehr überlebensfähigen Virus leichtes Spiel sich im Körper ein zu nisten!

 

Grundsätzlich können als Auswirkungen im chronischen Verlauf , wenn das Immunsystem geschwächt ist, durch den EBV bestimmte Körperregionen, oder auch den ganzen Körper befallen sein. Die Ursache der Beschwerden sind aber meist sehr individuell, je nachdem wie die körpereigenen Immunreaktionen sich zeigen. Es entsteht in Folge ein sich verselbständigender Teufelskreis , der sog.: Nitrostress, den Prof. Martin Pall als 10. Kausalitätskette in der Entstehung von Krankheiten postuliert. Dadurch entsteht eine bunte Vielfalt chronischer Störungen mit unterschiedlichsten Symptomen. Am häufigsten betroffen sind das Gehirn (SEID, Müdigkeit, Neurostress..), bestimmte Nerven und Organe wie zum Beispiel Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Milz, die Speicheldrüsen, Lymphknoten, Muskeln und Gelenke, aber auch das Blut beziehungsweise bestimmte Blutkörperchen (B-Zellen). Da die Intensität der Symptome von der Gesamtverfassung von Körper und Seele abhängt, haben viele Betroffene entweder permanent dieselben Beschwerden oder sie erleben auch Phasen, in denen sie sich etwas besser fühlen. Ist das Drüsenfieber nicht nach 6 Wochen von alleine ausgeheilt, bedarf es außerordentlicher Maßnahmen, da die Tendenz zur Spontanausheilung dann eher nicht mehr gegeben ist. Es kommt zum ,,Schub“-förmigen Verlauf, der immer wieder auftritt wenn zusätzliche Belastungen durch Stress, andere Erreger oder Umwelttoxine zunehmen!

 

Dadurch dass der Körper im ,,Dauer-Abwehr- Modus“ steht, entzieht es ihm extreme Energiereserven zum Aufrechterhalten der Vitalfunktionen. Auch die körpereigenen Mineral und – Vitamindepots werden allmählich immer geringfügiger. Der Virus dockt am Rezeptor für die Aufnahme des Vitamin D an und fängt das Vitamin D ab und wandelt es um für sein Wachstum, bevor es in die Zellen eingespeißt werden kann. Ebenso verbraucht der Patient massiv ATP und Q 10 und Zink. So entsteht eine abwärts Spirale, die ganz allmählich in das ,,chronische Erschöpfungssyndrom“, oder als Mitverursacher zum ,,Burn-Out“ führt.

 

Dies sind nur einige der Mechanismen, die durch eine chronische EBV Infektion entstehen können. In der Regel ist es bei 70% meiner Patienten, die an chronischer EBV- Infektion erkrankt waren, so gewesen.

 

Wer zu diesem Thema mehr erfahren möchte kann sich dazu auch in meiner Sprechstunde und auf der Homepage des BZK : www.bzk-online.de und der shg-Bergstrasse : www.shg-bergstrasse.de noch ausführlicher informieren!